Nur 6 km westlich von Tübingen liegt der Stadtteil Unterjesingen idyllisch im Ammertal zwischen dem Naturpark Schönbuch und der berühmten Wurmlinger Kapelle. Die zahlreichen Weingärten an den sonnigen Südhängen sind ein Markenzeichen unserer Gemeinde. Die traditionellen Besenwirtschaften und das Weindorf sind lebhafter Ausdruck hiesiger Weinkultur.
Unterjesingen lässt wie nahezu alle Orte auf -ingen auf eine alemannische Besiedlung der Markung im 6. bis 8. Jahrhundert schließen, was zahlreiche Grabungsbefunde nachdrücklich belegen. Um 1100 wird der Ort erstmals genannt, 1275 als eigenständige Pfarre erwähnt.

Trotz mehrfachen Herrschaftwechsels bleibt der Ort bis 1806 unter der Verwaltung des Klosteramts Bebenhausen, dann wird Unterjesingen württembergisch.
Die Pfarrkirche St. Barbara von 1484 folgt einer Vorgängerin nach und markiert mit ihrem schlanken Turm die alte Ortsmitte. Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich die Rosecker Kelter (1784), eine von fünf Keltern, die ursprünglich auf Jesinger Markung standen. Sie ist die einzige noch erhaltene Kelter und beherbergt heute mit dem benachbarten Zeebhaus das Isinger Dorfmuseum.



Die ebenso behutsam wie gelungen restaurierte Untere Straße ist alle zwei Jahre Schauplatz des inzwischen überregional bekannten Jesinger Kunstdorfes, das auch schon einmal als Dorf-Documenta bezeichnet wird. Ein reichhaltiges Vereinsleben sorgt für eine breite Palette an Freizeitangeboten. Ca. 2.700 Bürgerinnen und Bürger wissen das zu schätzen.
Wann dürfen wir Sie in Unterjesingen begrüßen?
Michael Rak
Ortsvorsteher