Aktualisiert am 24.03.2013

Wanderwoche 2012 - Unbekanntes Eichsfeld

Zur schon traditionellen Wanderwoche brachen Mitglieder der OG Unterjesingen des Schwäbischen Albvereins am Pfingstsonntag ins Eichsfeld auf. Dieser Landstrich, der sich über den Nordwesten Thürigens bis nach Südniedersachsen erstreckt, war den meisten Teilnehmern bis dahin völlig unbekannt. Alle waren aber schnell von der Schönheit der Landschaft begeistert, die in den nächsten Tagen unter die Füße genommen wurde. Vom hervorragenden Standquartier “Am Westerwald” in Martinfeld aus unternahm die Gruppe Tageswanderungen und Stadtbesichtigungen mit den zahlreichen Kirchen, welche die Ortsbilder der bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts kurmainzischen Städte und Gemeinden prägen und die einen Einblick in den hier noch tief verwurzelten Katholizismus geben.

Nach der Einstiegswanderung um den Hausberg Westerwald mit der Wallfahrtskirche Klüschen Hagis und bestechenden Ausblicken auf die umgebenden Talauen erwanderte die Gruppe tags darauf von der beeindruckenden Ruine Hanstein aus das Werragebiet mit dem Stockmacherdorf Lindewerra, ehe es steil bergauf wieder zum Hanstein ging. Am Mittwoch stand zunächst ein Stadtrundgang in Bad Heiligenstadt auf dem Programm, bevor es auf die ca. 16 km lange Wanderung über den Iberg zum sehr sehenswerten Naturparkzentrum Fürstenhagen ging und weiter zu den Dieteröder Klippen. Von hier genoss man die faszinierende Aussicht bis hinüber zum Thüringer Wald und dem Hohen Meißner. Fünf Unentwegte liefen noch weitere sechs Kilometer bis nach Martinfeld, während die anderen Teilnehmer den Fahrdienst des Wirts in Anspruch nahmen. Eine sehr informative Stadtführung erlebte die Gruppe in der hessischen Fachwerkstadt Eschwege, ehe sie zum Grenzmuseum Schifflersgrund aufbrach und sich so mit den historischen Gegebenheiten der Teilung Deutschlands beschäftigte. Am folgenden Regentag stand eine Draisinenfahrt auf dem Programm, wo man die geschlossene E-Draisine bevorzugte. Besichtigt wurden außerdem  die beeindruckende Anlage des Klosters Zella und die Wallfahrtskirche auf dem Hülfensberg.
Mit einer Stadtführung in Duderstadt, dem Besuch von Gut Herbigshagen mit der Heinz-Sielmann-Stiftung und einer kleinen Wanderung auf dem Kolonnenweg entlang der ehemaligen Grenze schloss das Programm am Samstag – nicht ganz: Abends gab es zum kulinarischen Abschluss ein Wildbuffet vom Feinsten! Äußerst zufrieden fuhren die Unterjesinger am Sonntag wieder nach Hause – viele gute Eindrücke im Gepäck und rund 70 reine Wanderkilometer in den Beinen.


Bilder zur Wanderwoche 2012

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Beschreibung:
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Uhrzeit: 21.06.2012 19:06

Wanderwoche 2011 - Mythen, Wandern und Fachwerk satt

18 Mitglieder der OG Unterjesingen des Schwäbischen Albvereins bezogen am 19. Juni für acht Tage Quartier in Warnstedt bei Quedlinburg, um von diesem Zentrum früher deutscher Geschichte aus den nördlichen Harz zu erkunden. Nachdem eine Vorhut bereits vier Tage zuvor aufgebrochen war, um die letzten Vorbereitungen zu treffen, fand sich der Rest der Gruppe pünktlich am Zielort ein, wo sie im “Warnstedter Krug” sehr herzlich aufgenommen wurde.

 

Auch in diesem Jahr hatten sich die Unterjesinger wieder eine ausgewogene Mischung aus Kultur und Wandern vorgenommen. Den Beginn machte noch am Anreisetag eine Besichtigung des Klosters Wendhusen in Thale, eines der frühesten Damenstifte aus dem beginnenden 9. Jahrhundert. Am Montag folgte eine Stadtführung in der Fachwerkperle Wernigerode, bei der besonders das prächtige Rathaus Bewunderung auslöste. Danach stand ein weiteres romanisches Kloster, das Stift Gernrode, mit einer ausgezeichneten Führung auf dem Programm. Der Tag fand seine Abrundung bei einer Verkostung in der Harzer Likörfabrik.

 

Die erste Wanderung führte von Thale aus, beginnend im Mythenpark, über Walpurgishaus und Hexentanzplatz ins wilde Tal der Bode, von Goethe einst als alpinstes Tal außerhalb der Alpen bezeichnet. Der einheimische Begleiter nutzte jede Gelegenheit, die Wanderer auf der 18-km-Tour stimmig in die germanische Mythologie sowie die geologischen Besonderheiten des Gebirges einzuführen. Tags darauf ging es nach Quedlinburg, Stadt der Ottonen und Wiege der deutschen Geschichte. Unterschiedlichste Fachwerkstile gab es zu sehen, und der Aufstieg zum Schlossberg mit der Stiftskirche wurde durch eine herrliche Aussicht über die Stadt und zum Harz belohnt. Nach dem Besuch des historischen Gartens Roseburg folgte noch ein Rundgang um Schloss Ballenstedt, wo zuletzt die Fürsten von Anhalt aus dem Geschlecht der Askanier mit dem Stammvater Albrecht der Bär residiert haben.

 

Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn, die mit fauchender Dampflok den Zug nach Schierke zog, von wo aus die Gruppe die letzten 12 km bis zum Brockengipfel in Angriff nahm, den stürmischer Wind frei geblasen hatte und der einen Blick weit in die Ebene gewährte. Tags darauf führte eine Wanderung zum Unesco-Welterbe “Oberharzer Wasserregal” bei Clausthal-Zellerfeld, einem raffinierten Teich- und Kanalsystem, in dessen Anfängen bereits seit dem 16. Jahrhundert der Harzer Erzbergbau mit Wasser versorgt wurde, um dessen Kraft zu nutzen. Krönung des Tages war ein fulminantes Abendessen im Hotel und die Begegnung mit einer “echten” Brockenhexe.

 

Die Abschlusswanderung am Samstag stand ganz im Zeichen der Teufelsmauer, einem Felsgrat, der sich teils unterirdisch über ca. 30 km von Ballenstedt bis Blankenburg zieht. Besonders schroff tritt die Felswand bei Weddersleben hervor, wo man alle möglichen Gesichter, Figuren und Geheimnisvolles überhaupt zu erkennen glaubt. Über das “Wappen von Hamburg” ging es weiter bis zum “Großvater” nach Blankenburg und zurück nach Warnstedt. Nach einer sehr ereignisreichen Woche machten sich die Unterjesinger dann am Sonntag hoch zufrieden wieder auf den Heimweg.


Bilder zur Wanderwoche 2011

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“Unterwegs in Herrgotts Kegelspiel”

So war ein Beitrag von Roland Müller in der Südwestpresse vom 2. September 2010 überschrieben. Und damit war die Vulkanlandschaft des Hegaus gemeint, unser Ziel für das Wanderwochenende 2010. Fünfzehn Personen machten sich am Freitag, 10.9., am frühen Nachmittag bei bestem Wetter auf den Weg, um nach Engen zu fahren, wo im Hotel Sonne Quartier genommen wurde. Ein zweistündiger Abstecher nach Donaueschingen brachte bei einem Stadtrundgang den Teilnehmern die fürstenbergsche Residenzstadt näher. Der Besuch des Zusammenflusses von Brigach und Breg durfte nicht fehlen.

Am Abend begaben sich die Wanderer in die Obhut eines Nachtwächters, der sie zusammen mit einer Bürgersfrau auf einen sehr unterhaltsamen Rundgang in die Zeit um 1800 mitnahm.

Am Samstag, 11.9., stand eine Tageswanderung zur Aachquelle, der größten deutschen Karstquelle, auf dem Programm. Hier tritt das Donauwasser, das in Immendingen versickert, mit durchschnittlich 8.300 l/s wieder zutage und fließt nach nur 14 km in den Bodensee. Nach einem Erkundungsgang durch das Bilderbuchstädtchen Aach ging es wieder nach Engen, dessen Sehenswürdigkeiten nun noch einmal bei Tageslicht bestaunt werden konnten.

Am Sonntagmorgen fuhren die Teilnehmer zum mächtigen Hohentwiel, eine der sieben württembergischen Landesfestungen (der Berg war bis 1969 württembergische Exklave). Die Besichtigung der Festungsruine mit dem überwältigenden Rundblick war zugleich der Schlusspunkt des Programms. Nach einer Stärkung im Restaurant "Hohentwiel" wurde der Heimweg angetreten.

(wgn)

 


Bilder vom Wanderwochenende im Hegau

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Wo der Wolpertinger daheim ist - Bericht von der Wanderwoche 2010

19 Mitglieder und Freunde des AV Unterjesingen starteten am 8. August in den Bayerischen Wald, Ziel der diesjährigen Wanderwoche. In der Pension Hollerberg in Oberneumais von Familie Weiß bestens versorgt, haben die Wanderer Kraft für ihre Unternehmungen gesammelt. Doch bevor man das Quartier ansteuerte, genoss man eine ausgezeichnete Führung durch das historische Regensburg, das sich gerne mit dem Prädikat "nördlichste Stadt Italiens" schmückt. In der Tat beeindruckend sind neben Dom und Altem Rathaus die Geschlechtertürme, wie man sie z.B. vom toskanischen San Gimignano kennt.

 

Die erste Wanderung über 18 km führte am Montag über den Teufelstisch auf den Geißkopf bei Bischofsmais. Bei ausgezeichnetem Wetter konnte man von hier aus das große Panorama des uralten Gebirges bestaunen. Tags darauf gab es eine interessante Stadtführung in Regen, der ein Besuch der Ruine Weißenstein folgte. Hier nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, das Museum im "Fressenden Haus", wie der Dichter Siegfried von Vegesack sein 1918 erworbenes Anwesen nannte, mit einer ansehnlichen Sammlung von Schnupftabaksfläschchen zu besichtigen. Während die eine Hälfte der Gruppe zu Fuß nach Oberneumais aufbrach, steuerte die andere noch Ziele wie der Welt größte Glaspyramide in Zwiesel und die Klosterkirche Rinchnach an. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des Großen Arber, mit 1453 m höchste Erhebung des Bayerischen Waldes. Um den Kleinen Arbersee herum und über den Kleinen Arber hinweg wurde der Gipfel mit der Felsformation "Richard-Wagner-Kopf" erreicht. Der Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein und das Localbahnmuseum waren die Ziele des Nachmittags.

 

Vom Bayerischen Wald zu sprechen, heißt auch, vom Nationalpark zu sprechen. Ziel des nächsten Tages war folglich das Informationszentrum Hans-Eisenmann-Haus, von dem aus ein neuer Baumwipfel-Pfad ebenso interessante Ausblicke bietet wie ein Spaziergang durch das Wildfreigehege, in dem spielende Braunbärenjung die Aufmerksamkeit auf sich lenkten, Einblicke. Wer statt Baumwipfelpfad über das Blockmeer den Lusen erklommen hatte, wurde auf dem Rückweg hinunter zum Sagwasser durch an Bäumen angebrachte Kameras an die Wiederansiedlung des Luxes erinnert: Die Technik soll helfen, die Wege der Tiere zu dokumentieren.

 

Nach zwei gebirgigen Strecken führte die letzte Wanderung auf bequemen Wegen zum "Schwellhäusl", die trotz regnerischen Wetters schon allein des dort genossenen guten Mittagsessens wegen als gelungen bezeichnet werden kann. Auf dem Rückweg erfuhren die Unterjesinger in einer Zwieseler Bärwurzerei, dass die eigentliche Heimat des Bayerischen Fabeltiers Wolpertinger der Bayerische Wald sei - zu sehen in klaren Nächten nach 20 Bärwurzen. Klare Nächte hat es gegeben, aber einen lebenden Wolpertinger haben die Unterjesinger trotz allen Bemühens nicht gesehen. Ein gemütlicher Grillabend zum Abschluss in der Weiß\'schen Hütte tröstete darüber hinweg. Um eine ganze Reihe schöner Erlebnisse und die Erfahrung von insgesamt 75 Wanderkilometern reicher brach die Gruppe am 14. August wieder nach Unterjesingen auf. Fazit der Reise: empfehlenswert.

 


Bilder zur Wanderwoche 2010

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